Tibetische Stupa

Stupas sind buddhistische Bauwerke, Symbole für Frieden und Ruhe. Die ältesten Stupas finden sich in traditionell buddhistischen Ländern – besonders in Indien, Nepal, Tibet und Bhutan. Die ältesten stehen wahrscheinlich in Indien, wo stupas ursprünglich als Grabsteine und Reliquienschreine dienten. Über das Verwahren der Überreste von buddistischen Lehrern hinaus wurden später auch Statuen und heilige Texte in den Stupas aufbewahrt.

Die Form der Stupa repräsentiert die verschiedenen Elemente des Universums und die fünf Elemente, aus denen die Welt besteht (Erde, Wasser, Feuer, Luft und der Raum selbst). Das Gebäude als Ganzes symbolisiert den Weg, das volle menschliche Potential zu entwickeln. Jeder Teil verkörpert eine andere Stufe der Entwicklung oder eine bestimme Qualität unseres Geistes. Die Basis repräsentiert daher die erste Stufe. Die Diamantkrone der Stupa symbolisiert das Ziel dieser Reise – das perfekte Wesen des Geistes.

Tibetische Stupas beziehen sich auch auf größere Ereignisse im Leben des Buddha Shakyamuni. Die acht Arten der Stupas beziehen sich auf Bhuddas Geburt, Erleuchtung, Weisheit, Abstieg vom Himmel, Wunder, Versöhnung, langes Leben und Tod.

Es gibt viele Gründe, eine Stupa zu bauen. Sie bringen dem Land Frieden und Reichtum und schützen die Plätze, an denen sie stehen. Sie dienen als öffentliche Plätze, wohin Besucher kommen, um für das Wohlergehen anderer zu beten und um zu meditieren. Buddhisten umschreiten die Stupa im Uhrzeigersinn.

Die tibetische Erleuchtungsstupa in Velký Šenov wurde auf Initiative des Thonmi-Vereins zum Verständnis asiatischer Kulturen errichtet. Sie wurde im Jahr 2017 vollendet und auf traditionelle Weise gebaut. Die Stupa enthält einen Baum des Lebens, fünf Arten Getreide, tönerne Buddhastatuen und Buddhistische Texte.